Heimische Heimische Heilkräuter – Bärlauch (Allium ursinum)

Und – kannst Du es auch kaum noch erwarten, bis er endlich seine zarten lindgrünen Spitzen durch die Erde treibt und uns als eine der ersten heimischen Heilpflanzen die Kräuterküche bereichert? Ich erinnere mich noch, wie ich als Kind durch unseren Auenwald lief – ich war Orientierungsläuferin, da ging es 2-3 x pro Woche raus in den Wald!!! – und jedes Jahr im Frühjahr dieser einmalige Duft in unsere Nasen zog. Damals erzählte uns eine ältere Damen von seinen Heilwirkungen, wir waren zu jung, um etwas damit etwas anfangen zu können. Doch ihre Botschaft ist geblieben und heute ist der geliebte Bärlauch aus meiner Küche nicht mehr wegzudenken.

Botanisch betrachtet gehört Bärlauch zu den Lauchgewächsen (Alliaceae). Er wird auch Wilder Knoblauch, Hexenzwiebel, Zigeunerlauch oder Waldknoblauch genannt, welche typischerweise Zwiebeln bilden und ebenfalls unverkennbar nach Zwiebel duften. Das liegt am Allicin, aber auch jede Menge andere hochpotente Inhaltsstoffe, wie Vitamin C und Eisen, machen Bärlauch zu einem wahren Heilelixier gerade für Frühjahrskuren, aber auch zur Entschleimung und bei Arteriosklerose. Du kannst im Prinzip gar nichts falsch machen, wenn Du jeden Tag ein paar Blättchen knabberst, da Bärlauch auch durchblutungsfördernd, entzündungshemmend und stoffwechselanregend wirkt.

Bärlauch ist Power pur direkt aus der Natur!!!

Warnhinweis! Solltest Du noch unerfahren sein in Bezug auf die Sammlung von Wildkräutern, wende Dich lieber an jemanden, der sich damit auskennt oder kaufe Dir Bärlauch besser auf dem Markt oder im Bioladen, da Verwechslungsgefahr besteht mit dem giftigen Maiglöckchen. Also sammle bitte nur dann selbst, wenn Du die Bärlauchblätter eindeutig von anderen Pflanzen unterscheiden kannst. Und noch eine Bitte: auch wenn Du Dich gut auskennst, knipse nur soviele Blätter ab, wie Du tatsächlich selbst verzehren möchtest, lass die kleinen Zwiebeln in der Erde und auch immer mindestens 1/3 der Plänzchen unberührt, damit sie sich von Deiner Ernte wieder erholen können – Vielen Dank!

Doch genug geredet, hier soll es ja praktisch zugehen! Also bekommst Du gleich ein herrliches Rezept an die Hand, womit Du Dir ein wenig heimische Frühlingspower in die Küche holen kannst. Bärlauch-Pesto ist einfach umwerfend lecker – vorausgesetzt, Du hast kein Problem mit Zwiebel, Knoblauch & Co. – es passt zu Gnocchi u. anderen Pastagerichten, aber auch als Brotaufstrich oder Dip zum Ofengemüse. Wunderbar kann man die Rester auch in einen Kartoffelstampf oder unter gekochtes Quinoa heben.

Sei mutig und phantasievoll, probiere Dich durch die Geschmäcker und lass uns wissen, wie Du Deinen Bärlauch zum Strahlen gebracht hast.

Und hier geht’s zum Bärlauch-Pesto:

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Bärlauch-Pesto – Dein Frühjahrselixier von nebenan


  • Author: simdosha
  • Prep Time: 30-60 Min
  • Total Time: 30-60 Min

Description

Passt hervorragend zu Pasta, als Brotaufstrich oder Dip zu Ofengemüse!


Scale

Ingredients

400 g Bärlauch

200 g Cashewkerne

200 g Walnüsse ohne Schale

300 ml Raps- o. Olivenöl

1 kl. Chili

Stein- oder Himalayasalz

Pfeffer aus der Mühle

Zitronenabrieb von einer Bio-Zitrone


Instructions

  • Bärlauch von den Stielen befreien, waschen, schleudern, mit einem Küchentuch trockentupfen und grob hacken.
  • Cashewkerne und Walnüsse in einer weiten Pfanne leicht anrösten und zusammen mit den Bärlauchblättern und der kleinen Chili und dem Öl in einer Küchenmaschine fein pürieren.
  • Salzen & Pfeffern nach Geschmack, Zitronenabrieb zufügen und alles nochmals gut vermengen.
  • In heiß ausgespülte, trockene Schraub- oder Bügelgläser füllen.
  • Zum Schluss gibst Du oben noch etwas Öl extra oben drauf, so dass Dein Pesto luftdicht abgeschlossen ist.
  • Nun ist Dein Pesto ca. 4 Wochen im Kühlschrank bedenkenlos haltbar.

Notes

Ich wünsche Dir viel Freude beim Zubereiten! Deine Simdosha

Keywords: Bärlauch; Pesto; Dip; Frühjahr; Entschlackung; Blutreinigung; Arteriosklerose; Stoffwechsel, Agni